Stärkung von Frauenrechten: Darum ist der erste „Tag des männlichen Begleiters“ am 2. April 2019 so wichtig

Sich eine Begleitung gegen Geld zu buchen, scheint noch immer Männersache zu sein. Dass Frauen sich Männer buchen, ist weitgehend unüblich und wird gesellschaftlich kaum toleriert. Das Statement gegen dieses Ungleichgewicht ist der „Tag des männlichen Begleiters“ am 2. April, dem Geburtstag Giacomo Casanovas. Die Ziele des Aktionstags: Starke Frauen in einer toleranten Gesellschaft hervorbringen, das Tabu um die Nutzung von Begleitdiensten reduzieren und auf die Vielfalt des Escort-Berufs aufmerksam machen.

Escort- und Prostitutionsdienstleistungen werden in Deutschland zu rund 93 Prozent von Frauen angeboten. Demgegenüber stehen lediglich rund vier Prozent Männer, die Begleitdienstleistungen aller Art anbieten. Nicht nur das: Weltweit stehen nur rund elf Prozent aller männlichen Begleiter ausschließlich für Frauen zur Verfügung, der Rest umfasst vor allem homosexuelle Dienste.

Nur rund vier Prozent der Prostitutionsdienstleistungen finden dabei im Rahmen gehobener Escort-Services statt. In Deutschland gibt es etwa 360 Escort-Männer für Frauen und Paare5 – sehr wenig hinsichtlich der Tatsache, dass Frauen Casual Dating ebenso positiv gegenüberstehen wie Männer6. Im Gegensatz zu anderen Prostitutionsformen, bieten Escort-Agenturen neben dem erotischen Aspekt oft auch reine Begleitdienste wie z. B. zu geschäftlichen Anlässen an. Während ein Callboy nur sexuelle Bedürfnisse befriedigt, wird bei Escorts auch Wert auf den Intellekt, die Empathie und das Beisammensein gelegt.

Dass Frauen deutlich seltener Escort-Dienstleistungen in Anspruch nehmen, hat viele Ursachen, vor allem das erheblich geringere Angebot sowie die gesellschaftliche Ächtung, die Frauen erfahren, wenn sie Escort-Dienste nutzen oder sich positiv Casual Dating gegenüber äußern. Der „Tag des männlichen Begleiters“ ruft dazu auf, etwas gegen dieses Ungleichgewicht zu unternehmen und Frauen dieselben Rechte einzuräumen, wie Männer sie schon lange haben.

Der Aktionstag soll eine offene Diskussion darüber anregen und lädt zum Austausch über Begleitdienste ein. Dabei ist es wichtig hervorzuheben, wie anspruchsvoll die Tätigkeit eines männlichen Begleiters ist. Dieser muss einer Frau ein „Gesamtpaket“ bieten und wesentlich mehr als nur gut aussehen. Frauen sind häufig deutlich wählerischer als Männer. Sie legen großen Wert auf gegenseitige Sympathie sowie eine gebildete, eloquente und einfühlsame Begleitung.

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